„Auf der Bühne halten mich meine vier Kolleginnen, ausgezeichnete Musikerinnen, wie Engelsflügel.“

Sarah Haváčová

Lípa Musica für Kinder

Alma Rosé

Sarah Haváčová & Damen-Streichquartett

Die Theatervorstellung wird von einem Gespräch mit Marek Orko Vácha begleitet.

Do/1/10/11 und 19 Uhr

Česká Lípa, Jirásek-Theater

1:45

Alma Rosé / Lípa Musica für Kinder

Do/1/10/19 Uhr / Česká Lípa, Jirásek-Theater

Sarah Haváčová, Alma Rosé

Damen-Streichquartett
Monika Urbanová, Violine
Gabriela Kubátová, Violine
Vanda Kubíková, Viola
Sylva Jablonská, Violoncello

Mariusz Urbanek, Autor der literarischen Vorlage
Olga Strusková, Regie, Übersetzung und Textbearbeitung
Jonathan Livingston, Produktion

Ein Frauenschicksal zwischen Musik und Dunkelheit

Die Geschichte der Geigerin Alma Rosé

Alma Rosé wurde 1906 in Wien in eine Musikerfamilie geboren. Als Tochter des Wiener Geigers Arnold Rosé und Nichte von Gustav Mahler war ihre musikalische Laufbahn vorbestimmt. Die Violinistin konzertierte in ganz Europa. Nach 1938 war ihre Familie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft Verfolgungen ausgesetzt. 1943 wurde Alma nach Auschwitz deportiert, wo sie die Leitung des Lagerorchesters übernahm. In diesem Ensemble widmete sie sich auch der Aufführung verbotener Werke jüdischer und polnischer Komponisten. 1944 starb Alma Rosé in Auschwitz.

„Es war für mich eine große Ehre, Alma Rosé zu verkörpern – ich habe keine Sekunde gezögert. Das Thema der Schrecken des Krieges und des Holocaust darf niemals in Vergessenheit geraten.“

Sarah Haváčová

  • !Sarah Haváčová in der Rolle der Geigerin Alma Rosé

Ihre Geschichte wurde ursprünglich als Monodrama von Mariusz Urbanek bearbeitet. Olga Strusková adaptierte seinen Text und besetzte in ihrer Fassung Sarah Haváčová mit der Rolle der Alma. Auf der Bühne wird die Schauspielerin musikalisch von einem Damen-Streichquartett getragen. In der spannenden Inszenierung, die bereits mehr als 100 Aufführungen erlebt hat, erklingen Werke von Fritz Kreisler, Johann Strauss, Antonín Dvořák, Franz Schubert und weiteren Komponisten.

„Alma Rosé ist meine Lebensrolle, sie hat mich verändert – meine Beziehung zur klassischen Musik ebenso wie meine Beziehung zum Judentum. Ich liebe die jüdische Kultur, ihre Komponisten und Schriftsteller. Und an jedem 27. Januar weine ich still um die Millionen unschuldiger Menschen, die im Holocaust ermordet wurden. Zugleich stelle ich mir die Frage: Wie hätte ich selbst gehandelt? Die Grenze zwischen Gut und Böse ist erschreckend schmal.“

Sarah Haváčová

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