„Seit meinem ersten Kontakt mit dem Festival hatte ich das Gefühl, dass es mit großer Sorgfalt und Liebe entsteht – und dieser Eindruck hat sich nur bestätigt. Ich freue mich sehr, dass ich so bald zum Festival zurückkehren darf.“

Bella Adamova

Premierenprogramm

An allem ist Eva schuld!

Bella Adamova
Malte Schäfer

Mi/21/10/19 Uhr

Děčín, Stadttheater

1:10

pause

An allem ist Eva schuld!

Mi/21/10/19 Uhr / Děčín, Stadttheater

Bella Adamova, Mezzosopran
Malte Schäfer, Klavier

Gabriel Fauré (1845–1924)
Paradis, La chanson d´Ève, Op. 95, Nr. 1

Viktor Ullmann (1898–1944)
Claire Vénus, Šest sonetů Louise Labé, Op. 34, Nr. 1

Benjamin Britten (1913–1976)
A Charm, A Charm of Lullabies 

Gabriel Fauré
Prima verba, La chanson d´Ève, Op. 95, č. 2

Sergej Rachmaninov (1873–1943)
Au, Op. 38, Nr. 6

Gabriel Fauré
Roses ardentes, La chanson d´Ève, Op. 95, Nr. 3

Alma Mahler (1879–1964)
Licht in der Nacht, Vier Lieder, Nr. 3

Gabriel Fauré
Comme Dieu rayonne, La chanson d´Ève, Op. 95, Nr. 4

Sergej Rachmaninov
Vor der Ikone, Op. 21, Nr. 10

Gabriel Fauré
L´aube blanche, La chanson d´Ève, Op. 95, Nr. 5

Johannes Brahms (1833–1897)
Mädchenfluch, Op. 69, Nr. 9

Pause

Alfred Schnittke (1934–1998)
Wie einfach mein Betragen, Drei Gedichte von Marina Zwetajewa, Nr. 1

Gabriel Fauré
Eau vivante, La chanson d´Ève, Op. 95, Nr. 6.

Margaret Bonds (1913–1972)
The Negro Speaks of Rivers 

Franz Schubert (1797–1828)
Gretchen am Spinnrade, D. 118

Gabriel Fauré
Veilles-tu, ma senteur de soleil? La chanson d´Ève, Op. 95, Nr. 7

Paul Hindemith (1895–1963)
Traum, Op. 18, Nr. 3

Gabriel Fauré
Dans un parfum de roses blanches, La chanson d´Ève, Op. 95, Nr. 8

Hugo Wolf
Sie blasen zum Abmarsch, Spanisches Liederbuch

Gabriel Fauré
Crépuscule, La chanson d´Ève, Op. 95, Nr. 9

Robert Schumamm
Auf einer Burg, Op. 39, Nr. 7

Hugo Wolf
Bei einer Trauung, Mörike–Lieder

Kurt Weill (1900–1950)
Die Seeräuber–Jenny, Dreigroschenoper

Gabriel Fauré
O mort, poussière d’étoiles, La chanson d´Ève, Op. 95, Nr. 10

Alles verharrt in Erwartung, während Eva
beim Aufgang der Abendsterne singt

Während Eva die Schönheit des Paradiesgartens genießt, leiden die Frauen auf Erden unter den Folgen des Sündenfalls. Bella Adamova und Malte Schäfer zeigen die Konsequenzen dieses Fluchs sowohl aus einer dramatischen als auch komödialen Perspektive. Eva ist nicht nur die biblische Figur, die mit der Vertreibung aus dem Paradies verbunden wird – ihre Nachfolgerin lebt in jeder Frau. Jede Frau ist einmal kämpfend, dann wieder verletzt, verspielt oder leidend, schöpferisch oder in den Hintergrund gedrängt.

Bella Adamova hat ein Repertoire zusammengestellt, das den weiblichen Beitrag, Kampf und Emotionen in allen möglichen Facetten widerspiegelt. Das dramaturgisch außergewöhnliche Programm, das sich bewusst von klassischen Liederabenden abhebt, lässt die Frauen selbst zu Wort kommen und wird beim Festival Lípa Musica in einer Uraufführung präsentiert. An der Zusammenstellung des Programms war auch Bellas Konzertpartner, der Pianist Malte Schäfer, beteiligt. Das Ergebnis ist eine Galerie von Emotionen und Bildern des weiblichen Elements.

„Jedes der ausgewählten Lieder symbolisiert eine andere Form des Leidens – überwiegend des weiblichen: die Mutter, die ihr Kind nicht in den Schlaf wiegen kann; die von ihrem Partner verlassene Frau; die Bardame, die alles verloren hat; die Frau, die für das Unmögliche betet; die missbrauchte Fraue; der Kampf der Frauen für die Gleichstellung. Wir haben im Programm wirklich sehr viel abgedeckt.“

Bella Adamova

  • !Genießen Sie den Siegesauftritt von Bella Adamova und Malte Schäfer beim Wettbewerb in Graz

Die Achse des Programms bildet das berühmte La chanson d’Ève, Evas Lied von Gabriel Fauré, einem der bedeutendsten französischen Komponisten zwischen Romantik und Moderne. Faurés atmosphärischer Zyklus wird von Liedern und Arien von Britten, Rachmaninow, Hindemith, Weill oder Schumann abgelöst und kontrastiert. Das weibliche Element wird selbstverständlich auch durch Komponistinnen unterstrichen, daher dürfen im Programm weder die Wiener Femme fatale Alma Mahler noch Margaret Bonds fehlen.

„Diese Programmgestaltung entstand aus meinem lang gehegten Wunsch, Faurés Zyklus Evas Lied zu singen. Gemeinsam mit Malte Schäfer haben wir dann überlegt, womit wir ihn verbinden könnten. Da sich die Stimmungen der einzelnen Lieder in Faurés Zyklus nicht allzu sehr abwechseln, haben wir beschlossen, ihn durch Kontraste auszugleichen. Ich bin überzeugt, dass dieser Abend das Publikum nicht unberührt lassen und ihm Denkanstöße bieten wird.“

Bella Adamova

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