• Begleitprogramm

Erweitern Sie Ihr Festivalerlebnis um neue Perspektiven. Besuchen Sie mit Lípa Musica eine Ausstellung oder sogar ein Kino. Das verbindende Element bleibt die FRAU – Schöpferin, Heldin und Quelle der Inspiration. Begeben Sie sich mit uns auf die Suche nach weiteren Formen ihrer reichen kreativen Welt und lassen Sie sich von den Geschichten mitreißen…

Lada Semecká & Petr Lada / Ausstellungseröffnung

9/5/15 Uhr

Lemberk, Sýpka Lemberk

Hinter allem steht eine Quelle, dahinter eine weitere und noch eine, bis hin zur elementarsten. Hinter dem Holz steht der Baum, hinter dem Baum stehen Boden, Feuchtigkeit und Sonne. Hinter dem Ziegel stehen Ton, Wärme und Luft. Hinter allem steht ein Prozess des Entstehens und der Verwandlung. Genau diese Zusammenhänge bilden den Ausgangspunkt der Ausstellung im Speicher (Sýpka) Lemberk.

Der grundlegende Blickwinkel beider Künstler ist die Suche nach Harmonie und der Weg zum Ursprung der Dinge. Sowohl Lada Semecká als auch Petr Lada nähern sich ihrer Arbeit mit Demut, einem Gespür für Zusammenhänge und für Materialien. Die Artefakte und Installationen von Lada Semecká verweisen auf das japanische Verständnis für die Bedeutung von Prozessen, Zeit und elementaren Quellen. Petr Lada tritt in der Ausstellung in einen Dialog mit den Gedanken, Materialien und dem Raum des Speichers, dessen Monumentalität und barocke Symbolik unverkennbar sind.

Die Ausstellung dauert bis zum 30. September 2026. Kuratorin der Ausstellung ist Prof. Ing. Arch. Pavla Melková, Ph.D.

Zwei Welten, eine Vision

Mélusine de Pas und Michal Rataj zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne

Zur Ausstellungseröffnung trägt Lípa Musica mit dem bei, was sie am besten kann: einer sorgfältig ausgewählten musikalischen Begleitung. Die elektronische Klanglandschaft von Michal Rataj wird von Mélusine de Pas auf der Viola da gamba begleitet.

Die Gambistin und Sängerin Mélusine de Pas und der Komponist und Klangperformer Michal Rataj treffen zum ersten Mal auf einer gemeinsamen Bühne bei der Weltpremiere ihrer Zusammenarbeit.
Ihre musikalische Welt überbrückt Jahrhunderte und Genres – von alter Vokal- und Instrumentalmusik bis hin zu zeitgenössischer Klangkomposition, vom akustischen, inneren Klang bis hin zu elektronischen Klangskulpturen. Das Ergebnis ist Musik, die die Welt nicht beschreibt, sondern eine neue erschafft – und die Grenzen dessen verschiebt, was wir als Zuhörer erleben können.

Johanna Meier-Michel: ATELIER – AUSSTELLUNG – WOHNZIMMER / kommentierte Ausstellungsführung

19/9/18 Uhr

Česká Lípa, Foyer Kulturhaus Crystal

„Mein liebstes Hobby war immer das Zeichnen, und meine kühnen Hoffnungen gipfelten im Wunsch, Malerin zu werden.“ So beginnt der kurze Lebenslauf der Bildhauerin Johanna Meier-Michel aus Böhmisch Leipa, den sie ihrer Bewerbung um ein Stipendium zur Unterstützung ihres Studiums in Wien beilegte. Ihr Traum ging in Erfüllung: Acht Jahre lang konnte sie sich einem Kunststudium widmen, das sich auf Metallplastik und Emaille konzentrierte. In der Zeit der größten Blüte des Jugendstils und des Aufkommens der Moderne gehörte sie im Wien der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zu den führenden Vertreterinnen der Emanzipation der weiblichen Kunst. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre kleinen figurativen Plastiken, die zu Schmuckstücken vieler moderner bürgerlicher Wohnungen wurden. Obwohl wir ihr Werk kennen und Stück für Stück mehr über ihr Leben erfahren, bleibt Johanna selbst ein wenig geheimnisvoll – trotz intensiver Suche ist bislang noch kein Foto von ihr aufgetaucht.

Lernen Sie die faszinierende Geschichte eines Mädchens aus Böhmisch Leipa kennen, das die überwiegend männlich geprägte Kunstwelt des großen Wiens eroberte. Auf der kommentierten Führung durch die Ausstellung freuen sich die Autoren Michal Panáček und Zoja Panáčková auf Sie.

Die Ausstellung dauert vom 16. Juni bis zum 31. Oktober 2026.

GLORIA! / mit Lípa Musica ins Kino

14/10/19 Uhr

Doksy, kino Máj

„Ich habe einen passenden Witwer für dich gefunden – er hat zehn Kinder und braucht dringend Erholung.“ Um 1800 hatten es italienische Mädchen nicht leicht, und es spielte kaum eine Rolle, dass sie – wie die Heldinnen des Films Gloria! – gerade an einem Musikinstitut ein neues Stück für den frisch gewählten Papst üben. Genau ein solches Kapitel aus den vergessenen Geschichten der Vergangenheit hat sich die italienische Schauspielerin Margherita Vicario für ihr Regiedebüt ausgesucht. Im Zentrum der Handlung steht das Thema der Schwesternschaft und der Auflehnung gegen patriarchale Strukturen, die weibliches Talent und die Stimmen von Frauen systematisch unterdrückten.

Die unscheinbare Dienstmagd Teresa sehnt sich danach, der strengen Disziplin eines klösterlichen Instituts in Venedig zu entkommen. Als sie ein verbotenes Fortepiano entdeckt, entfacht sie eine musikalische Revolution und erweckt weitere Stimmen zum Leben, die eigentlich für immer schweigen sollten. Der energiegeladene Musicalfilm, der in remixierten Beats von Vivaldi pulsiert, vermittelt eine ansteckende Überzeugung, dass die Verbindung von Musik und weiblicher Gemeinschaft selbst die verkrusteten Strukturen aufbrechen kann.

 

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