„Werke von Komponistinnen gibt es mehr, als die Menschen denken, historisch gesehen erhielten sie jedoch nicht die gleichen Chancen.“

Kalabis Quintet

Damen spielen Damen

Kalabis Quintet

Sa/3/10/19 Uhr

Waltersdorf, Evg.-Luth. Kirche

1:10

Damen spielen Damen

Sa/3/10/19 Uhr / Waltersdorf, Evg.-Luth. Kirche

Kalabis Quintet
Zuzana Leimer, Flöte
Jarmila Jermářová, Oboe
Anna Sysová, Klarinette
Denisa Beňovská, Fagott
Adéla Psohlavcová, Waldhorn

Amy Beach (1867–1944)
Pastorale Op. 151

Geraldine Mucha (1917–2012)
Blasquintett Op. 9

Edward Elgar (1857–1934)
Harmony Music Op. 28, No. 1

Carl Nielsen (1865–1931)
Blassquintett Op. 4, FS 100

Zwischen Frauen- und Männerwelten

Virtuose Werke für Bläserquintett

Damen, die Damen spielen – aber nicht nur sie: Das ist das Kalabis Quintet. Ein ausschließlich aus Frauen bestehendes Bläserensemble, das 2012 an der Akademie der musischen Künste in Prag gegründet wurde. Der Name des Ensembles verweist auf den Komponisten Viktor Kalabis. Die Musikerinnen nahmen ihn – mit Zustimmung der Ehefrau des Komponisten, der berühmten Cembalistin Zuzana Růžičková – nach ihrem Sieg beim Kalabis-Wettbewerb in Semmering in ihren Namen auf. Das Damenquintett ist im besten Sinne zu beinahe allem fähig und zählt zu den gefragten Ensembles für die Interpretation zeitgenössischer Musik.

„Bei Komponistinnen spüren wir eine große Sensibilität für Klangfarben und Details, was bei Blasinstrumenten hervorragend funktioniert. Manchmal werden Komponistinnen für ein Frauenquintett aus Marketinggründen ausgewählt, aber für uns geht es eher darum, Musik zu entdecken, die es verdient, gespielt zu werden – vor allem, weil sie von hoher Qualität und wunderschön ist.“

Kalabis Quintet

  • !Kalabis Quintett – gefragte Interpretinnen zeitgenössischer Musik

Die farbenreiche und virtuose Besetzung eines Bläserquintetts hat Komponisten seit jeher angezogen, und so mangelt es nicht an Repertoire. Das Konzertprogramm in Waltersdorf bietet einen nicht allzu häufig zu hörenden Dialog zwischen männlichen und weiblichen Komponistenpersönlichkeiten. Unterschiede werden dabei nicht betont, vielmehr steht die Synergie beider Welten im Mittelpunkt.

„Geraldine Mucha ist für uns sehr bildhaft – als würde sich die Musik im Licht und Schatten wiegen. Da ist Zerbrechlichkeit, Farbe, manchmal beinahe eine filmische Atmosphäre, viele feine Nuancen und Stimmungen. Carl Nielsen verkörpert eine andere Art von Energie: klarer, sehr kontrastreich, mit Humor, bisweilen auch mit Wildheit und rhythmischer Präzision. Er ist nicht weniger emotional, er drückt Gefühle nur direkter und strukturierter aus.“

Kalabis Quintet

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