„Ludwig van Beethoven verstand es, Naturgewalten zu entfesseln und sie zugleich unter Kontrolle zu halten, das verleiht seiner Musik eine geradezu prometheische Kraft.“

Jan Bartoš

Die Musen des Herrn B.

Jan Bartoš

Sa/24/10/19 Uhr

Seifhennersdorf, C. Bechstein Vielharmonie, Konzertsaal

1:50

Pause

Die Musen des Herrn B.

Sa/24/10/19 Uhr / Seifhennersdorf, C. Bechstein Vielharmonie, Konzertsaal

Jan Bartoš, Klavier

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sonate in E-Dur, Op. 14 (Josefa von Braun)
Andante favori in F-Dur WoO 57 (Josephine Brunsvik)
Sonate Nr. 30 in E-Dur, Op. 109 (Antonie Brentano) 

Pause

Sonate Nr. 32 in c-Moll, Op. 111 (Antonie Brentano)

Inspirierende Frauen

Ein faszinierendes Kaleidoskop der Stimmungen für Soloklavier

„Kein Komponist vor oder nach Beethoven hat seinem Werk ein derartiges Maß an Energie und existenzieller Dringlichkeit eingeschrieben. Immer wieder fasziniert mich, wie es ihm gelang, extreme Gegensätze miteinander zu verbinden – Erhabenheit und Rauheit, Leidenschaft und himmlische Ruhe, Vulkanisches und Zartheit, Drama und Eleganz, Komödie und Tragödie. In den späten Werken treten Mitgefühl, Introspektion und mystische Visionen immer stärker hervor.“

Jan Bartoš

Dem weiblichen Prinzip der diesjährigen Festivaldramaturgie folgt auch der Pianist Jan Bartoš. Für sein Programm in Seifhennersdorf wählte er Werke, die Beethoven für bedeutende Frauen seines Lebens komponierte. Der Wiener Adligen Josefa von Braun, Ehefrau des einflussreichen Mäzens Peter von Braun, widmete Beethoven im Jahr 1799 zwei Klaviersonaten, darunter die Sonate E-Dur op. 14, mit der das Programm eröffnet wird.

Eine schicksalhafte Liebe war für Beethoven Josephine Brunsvik, der er in Wien als Musiklehrer begegnete. Nach Ansicht mancher Beobachter suchte Beethoven die junge Witwe allzu häufig auf; erhalten geblieben sind auch Liebesbriefe, die er an Josephine richtete. Vor allem aber hinterließ diese Beziehung das Werk Andante favori in F-Dur.

  • !Jan Bartoš beim Rudolf-Firkušný-Klavierfestival 2019

„Beethoven schrieb keine musikalischen Porträts, er schrieb Musik als Ausdruck innerer Kräfte.“

Jan Bartoš

Die dritte Dame, der das Programm gedenkt, ist die Kunstmäzenin und Philanthropin Antonie Brentano, die nach Meinung vieler Forscher die geheimnisvolle unsterbliche Geliebte gewesen sein soll. Ihrer Tochter Maximiliane Brentano sind die Sonate E-Dur op. 109 sowie die Sonate c-Moll op. 111 gewidmet.

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