„Das Collegium Vocale Gent zu leiten, ist ein besonderes Gefühl. Für mich geht ein Traum in Erfüllung, den ich mich kaum zu träumen wagte.“
Barbora Kabátková
Epilog
Ein Schmerz wie kein anderer
Collegium Vocale Gent
Barbora Kabátková
Collegium Vocale Gent
Barbora Kabátková, künstlerische Leiterin
Psalmus in directum „De profundis clamavi“ (Ps. 129)
Josquin Deprez (cca 1450–1521)
Nymphes, nappés a 6
Jean Richafort (cca 1480–cca 1547)
Missa Pro defunctis
Introitus „Requiem aeternam“
Kyrie
Graduale „Si ambulem in medio umbrae“
Antiphona „A porta inferi“
Canticum Ezechiae „Ego dixi: In dimidio dierum meorum“
Jean Richafort
Missa Pro defunctis
Offertorium „Domine Jesu Christe Rex gloriae“
Antiphona „Circumdederunt me“
Psalmus „Venite exultemus Domino“ (Ps. 94)
Jean Richafort
Missa Pro defunctis
Sanctus – Benedictus
Agnus Dei
Communio „Lux aeterna luceat eis Domine“
Josquin Deprez / Alexander Agricola (1446–1506)
Fortuna Desperata a 8
Requiem für Josquin
Versöhnlich und reumütig, dramatisch und zerrissen, und doch bringt es Licht und Hoffnung
Der Epilog des fünfundzwanzigsten Festivaljahrgangs ist etwas ganz Besonderes und Außergewöhnliches. Den finalen Schlusspunkt des diesjährigen Programms setzt Barbora Kabátková, die bei Lípa Musica bereits zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn auftrat. Nun kehrt sie in einer ganz anderen Rolle zurück, als künstlerische Leiterin und Dirigentin des renommierten Collegium Vocale Gent.
„Die gesamte Dramaturgie habe ich auf Musik aufgebaut, die der franko-flämische Komponist Jean Richafort als Hommage und letzten Abschied von seinem Lehrer Josquin Desprez geschrieben hat. Es handelt sich um Werke, die für die Liturgie für die Verstorbenen bestimmt sind, die das christliche Verständnis dieses Aktes vollkommen widerspiegeln – versöhnlich und reumütig, zugleich aber dramatisch und innerlich zerrissen. Vor allem jedoch bringt diese Musik Licht und Hoffnung. Genau das ist es, was ich in der Musik suche – Emotionen und ihre Kontinuität.“
Barbora Kabátková
Mit dem Collegium Vocale Gent arbeitet Barbora Kabátková seit 2013 als Sängerin zusammen und hat sich nach und nach das Vertrauen seines Gründers Philippe Herreweghe erworben. Dem Ensemblegründer dankt sie es mit der besten Arbeit und Hingabe an die Musik und an starke, bedeutende Programme. Das Projekt, mit dem sie anreist, ist eine musikalische Hommage an einen der größten Komponisten der Renaissance, Josquin Desprez, sowie an seinen geistigen Schüler Jean Richafort, der auf Josquins Tod mit der eindrucksvollen Komposition Missa pro defunctis reagierte. Das Programm erlebte seine Premiere in Italien, nun bringt Barbora Kabátková es nach Hause, gemeinsam mit einem der bedeutendsten Vokalensembles der Gegenwart.
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