„Auf Rameaus Gesicht wechselten die Leidenschaften; man konnte Zärtlichkeit, Zorn, Freude, Trauer erkennen, Piano und Forte unterscheiden…“

Denis Diderot

Uraufführung

La Rameau

Jana Semerádová
Radim Vizváry

So/27/9/18 Uhr

Turnov, Stadttheater

1:10

La Rameau

So/27/9/18 Uhr / Turnov, Stadttheater

Radim Vizváry, Pantomime
Jana Semerádová, Barockflöten
Hana Fleková, Viola da gamba
Jiří Havrlant, Cembalo

Magdalena Švecová, Regie

 

Entrée

Jean-Philippe Rameau (1683–1764)

La Pantomime (Pièces de clavecin en concerts, 4. Concert)

 1. Petit Etude

La Marais (Pièces de clavecin en concerts, 5. Concert)

 2. La Pantomime sonore

 3. Un Amour malhereux

La Cupis (Pièces de clavecin en concerts, 5. Concert)

4. Le Portemanteau

Air tendre (Les fetes d´Hébé) ou L’Entretien des Muses

 5. Le Paravan

La Forqueray (Pièces de clavecin en concerts, 5. Concert)

 6. L´Opéra

Air de la Follie „Aux langueurs d’Apollon“ (instr. verze s pantomimou, Platée RCT 53)

Musette (Platée RCT 53)

Entrée de Polymnie & Gavottes pour les Heures et les Zéphirs (Les Boréades RCT 31)

Le Rappel des Oiseaux (Nouvelle Suite)

Air tendre pour la Rose (Les Indes Galantes RT 44)

La Poule (Nouvelle Suite)

7. Sommeil

La timide (Pièces de clavecin en concert, 3. Concert)

 8. Réveil

 9. „Tristes apprets“ (instr. verze s pantomimou, Castor & Pollux)

 10. Finale

Les Sauvages (Les Indes galantes)

Tambourin I&II (Pièces de clavecin en concerts 3. Concert)

Musik, die Geschichten, Emotionen und Bilder vermittelt

Die Traumvorstellung von Radim Vizváry und Jana Semerádová

Das Programm des musikdramatischen Werkes, das beim Festival Lípa Musica uraufgeführt wird, ist inspiriert von Diderots philosophischem Dialog „Le neveu de Rameau“. In dieser Schrift begegnet der Philosoph dem Neffen des berühmten Komponisten. Ihr Gespräch stellt zwei unvereinbare Weltanschauungen einander gegenüber: den Glauben des Erzählers an Tugend und öffentliche Moral und Rameaus zynische, amoralische Vision der Gesellschaft. Durch diesen Widerstreit untersucht Diderot tiefgehende Fragen nach der Moral, dem Wesen der Genialität und danach, ob Tugend tatsächlich zum Glück führen kann.

„Ich möchte, dass die Zuschauer Rameau nicht nur als historische Figur des Barock entdecken, sondern als lebendigen, imaginativen Schöpfer, dessen Musik auch heute noch Sinne, Emotionen und Fantasie ansprechen kann. Und ich wünsche mir, dass sie erkennen, dass Pantomime eine zeitgenössische, kraftvolle, eigenständige und vor allem kultivierte Sprache ist, die einen gleichwertigen Dialog mit der Musik führen kann.“

Radim Vizváry

  • !Jana Semerádová und Radim Vizváry zeigen zum ersten Mal gemeinsam ihr meisterhaftes Können auf einer Bühne. Nehmen Sie unsere Einladung ins Theater an.

In der Aufführung, die aus der gegenseitigen künstlerischen Bewunderung von Jana Semerádová und Radim Vizváry entstanden ist, wird vor dem Hintergrund von Rameaus genialem Werk Pièces de clavecin en concerts ein pantomimisches Fresko aus dem Leben des Komponisten entfaltet. Der Mime verkörpert den Komponisten Jean-Philippe Rameau selbst und nähert sich seiner Persönlichkeit, seiner inneren Welt und seiner schöpferischen Imagination an. Auf der Bühne entsteht eine vollwertige theatralische Form, in der Musik und Pantomime im Gleichgewicht nebeneinander bestehen.

„Rameau ist eine faszinierende Persönlichkeit. Ein Genie. Er ist höfisch, erhaben, seine Musik ist voller Gesten, Betonungen und innerer Spannung. In vielerlei Hinsicht ist es Tanzmusik, aber zugleich zutiefst dramatisch und bildhaft.“

Radim Vizváry

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