„Die Messe in D-Dur ist für mich ein kostbares Siegel auf Dvořáks reinem Werk. Sie inspiriert, beeindruckt und berührt.“

Adam Viktora

Lužany-Messe

Adam Viktora
Ensemble Inégal

Sa/12/9/19 Uhr

Bzí, Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit

1:10

Lužany-Messe

Sa 12/9/19 Uhr / Bzí, Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit

Adam Viktora, künstlerischer Leiter
Vladimír Roubal, Harmonium
Ensemble Inégal

Antonín Dvořák (1841–1904)
Drei geistliche Gesänge Op. 19b
Ave Maria 
Ave maris stella 

O sanctissima Op. 19a

Drei geistliche Gesänge Op. 19b 
Hymnus ad laudes in festo SS. Trinitatis

Vladimír Roubal (1965)
Improvisationen über Motive von Antonín Dvořák

Antonín Dvořák
Messe in D-Dur „Lužanská“ Op. 86
Kyrie 
Gloria 
Credo 
Sanctus
Benedictus
Agnus Dei

Eine Komposition, die durch und durch Dvořák verkörpert

Ein wunderschönes Musikstück, das nur selten zu hören ist

Das Ensemble Inégal widmet sich mit großer Leidenschaft und Hingabe der tschechischen liturgischen Musik und arbeitet konsequent an der Pflege des Vermächtnisses des genialen Barockkomponisten Jan Dismas Zelenka. Ein zentrales Studien- und Interpretationsanliegen des Kapellmeisters und Organisten Adam Viktora ist jedoch ebenso Antonín Dvořák.

„Mein Weg zu Dvořák führte über das Studium, die Interpretation und das Hören lebendiger Musik. Über die historischen Orgeln in Zlonice, Vysoká und in Lužany. Meine Beziehung zu ihm begann ich als junger Student auf der Empore der Kapelle in Lužany wahrzunehmen, an der anmutigen Orgel, die sich seit Dvořáks Zeiten in keiner Weise verändert hat. Ich bin überzeugt, dass Dvořáks geistliches Schaffen dank seiner zeitlosen Botschaft einem breiteren Publikum sogar näher steht als seine Dumky und Humoresken.“

Adam Viktora

  • !Ensemble Inégal und Die Lužany-Messe von Antonín Dvořák

Unauffällige Frauen

Anna Dvořáková und Zdenka Hlavenková als erste Solistinnen

Die Messe in D-Dur entstand auf Anregung des bedeutenden Architekten und Kunstmäzens Josef Hlávka, der an seiner Sommerresidenz, dem Schloss in Lužany in Westböhmen, eine neue Kapelle errichten ließ. Als im folgenden Jahr die Weihe der Kapelle bevorstand, bat er seinen Freund Antonín Dvořák, zu diesem Anlass eine neue Messe zu komponieren. Die Einweihung der Kapelle, bei der die Messe zum ersten Mal aufgeführt wurde, fand am 11. September 1887 statt. Dvořák dirigierte das Werk selbst, die Sopran-Solopartie übernahm Hlávkas Frau Zdenka, die Altpartie die Ehefrau des Komponisten, Anna.

Der „Lužany-Messe“ hat sich das Ensemble Inégal bereits mehrfach gewidmet und dabei stets an die authentische Aufführungspraxis in der Vergangenheit angeknüpft. Die Messe in D-Dur entstand für eine kleine, nicht ganz typische Instrumentalbesetzung. Auf der Empore der privaten Schlosskapelle in Lužany fanden neben Orgel und Chor lediglich Violoncello und Kontrabass Platz. Dennoch ist die Lužany-Messe ein wahrhaft monumentales Werk. Sie bekennt und unterstreicht Dvořáks Frömmigkeit ebenso eindrucksvoll wie sein Requiem oder sein Stabat Mater.

„Man könnte es nennen: Glaube, Hoffnung und Liebe zu Gott dem Höchsten und Dank für das so große Geschenk, dass es mir vergönnt war, dieses Werk zum Lobe des Allerhöchsten und zur Ehre unserer Kunst glücklich zu vollenden. Wundert euch nicht, dass ich so fromm bin; ein Künstler, der es nicht ist, vermag so etwas nicht.“

Antonín Dvořák

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