„Die Messe in D-Dur ist für mich ein kostbares Siegel auf Dvořáks reinem Werk. Sie inspiriert, beeindruckt und berührt.“
Adam Viktora
Lužany-Messe
Adam Viktora
Ensemble Inégal
Adam Viktora, künstlerischer Leiter
Vladimír Roubal, Harmonium
Ensemble Inégal
Antonín Dvořák (1841–1904)
Drei geistliche Gesänge Op. 19b
Ave Maria
Ave maris stella
O sanctissima Op. 19a
Drei geistliche Gesänge Op. 19b
Hymnus ad laudes in festo SS. Trinitatis
Vladimír Roubal (1965)
Improvisationen über Motive von Antonín Dvořák
Antonín Dvořák
Messe in D-Dur „Lužanská“ Op. 86
Kyrie
Gloria
Credo
Sanctus
Benedictus
Agnus Dei
Eine Komposition, die durch und durch Dvořák verkörpert
Ein wunderschönes Musikstück, das nur selten zu hören ist
Das Ensemble Inégal widmet sich mit großer Leidenschaft und Hingabe der tschechischen liturgischen Musik und arbeitet konsequent an der Pflege des Vermächtnisses des genialen Barockkomponisten Jan Dismas Zelenka. Ein zentrales Studien- und Interpretationsanliegen des Kapellmeisters und Organisten Adam Viktora ist jedoch ebenso Antonín Dvořák.
„Mein Weg zu Dvořák führte über das Studium, die Interpretation und das Hören lebendiger Musik. Über die historischen Orgeln in Zlonice, Vysoká und in Lužany. Meine Beziehung zu ihm begann ich als junger Student auf der Empore der Kapelle in Lužany wahrzunehmen, an der anmutigen Orgel, die sich seit Dvořáks Zeiten in keiner Weise verändert hat. Ich bin überzeugt, dass Dvořáks geistliches Schaffen dank seiner zeitlosen Botschaft einem breiteren Publikum sogar näher steht als seine Dumky und Humoresken.“
Adam Viktora
Unauffällige Frauen
Anna Dvořáková und Zdenka Hlávková als erste Solistinnen
Die Messe in D-Dur entstand auf Anregung des bedeutenden Architekten und Kunstmäzens Josef Hlávka, der an seiner Sommerresidenz, dem Schloss in Lužany in Westböhmen, eine neue Kapelle errichten ließ. Als im folgenden Jahr die Weihe der Kapelle bevorstand, bat er seinen Freund Antonín Dvořák, zu diesem Anlass eine neue Messe zu komponieren. Die Einweihung der Kapelle, bei der die Messe zum ersten Mal aufgeführt wurde, fand am 11. September 1887 statt. Dvořák dirigierte das Werk selbst, die Sopran-Solopartie übernahm Hlávkas Frau Zdenka, die Altpartie die Ehefrau des Komponisten, Anna.
Die öffentliche Uraufführung fand am 15. April 1888 im Stadttheater von Pilsen statt. Angesichts des säkularen Raums hat Dvořák den Orgelpart für Harmonium, Violoncello und zwei Kontrabässe bearbeitet. Es handelte sich dabei eigentlich um eine Art romantisches Basso continuo, also eine Begleitform, die untrennbar mit der Barockmusik verbunden ist, sich in Böhmen jedoch bis ins 19. Jahrhundert in der gängigen liturgischen Praxis erhalten hat. In dieser Fassung werden wir das Stück hören. Dennoch ist die Lužany-Messe ein wahrhaft monumentales Werk. Sie bekennt und unterstreicht Dvořáks Frömmigkeit ebenso eindrucksvoll wie sein Requiem oder sein Stabat Mater.
„Man könnte es nennen: Glaube, Hoffnung und Liebe zu Gott dem Höchsten und Dank für das so große Geschenk, dass es mir vergönnt war, dieses Werk zum Lobe des Allerhöchsten und zur Ehre unserer Kunst glücklich zu vollenden. Wundert euch nicht, dass ich so fromm bin; ein Künstler, der es nicht ist, vermag so etwas nicht.“
Antonín Dvořák
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