Es wird ein musikalisches Erlebnis sein, eine Wiederbelebung eines entschwundenen Zaubers, ein kurzes Erwachen von etwas Schönem. Von etwas, das wir, nachdem wir in der Kirche von Zahrádky die Kerzen ausgeblasen haben, wieder schlafen legen.
Konzert bei Kerzenschein
Requiem for a Pink Moon
Joel Frederiksen
Ensemble Phoenix Munich
Ensemble Phoenix Munich
Joel Frederiksen, Künstlerischer Leiter, Bass, Lauten
Kieran White, Tenor, Perkussion
Axel Wolf, Theorbe
Domen Marinčič, Viola da gamba
Nick Drake (1948–1974)
Road
Gregorianischer Choral, (Arr.) Joel Frederiksen (1959)
Requiem aeternam
Nick Drake, (Arr.) Joel Frederiksen
Pink Moon
Horn
John Dowland (1563–1626), (Arr.) Joel Frederiksen
His golden locks
Nick Drake, (Arr.) Joel Frederiksen
Place to be
Michael Cavendish (cca 1565-1628), (Arr.) Joel Frederiksen
Wand’ring in this place
Nick Drake
Which will
John Dowland
Rest awhile, you cruel cares
Nick Drake, (Arr.) Joel Frederiksen
Rider on the wheel
John Dowland, (Arr.) Joel Frederiksen
Time stands still
Nick Drake, (Arr.) Joel Frederiksen
Time has told me
Joel Frederiksen
Ocean
Nick Drake
Hanging on a star
Thomas Campion (1567-1620), (Arr.) Joel Frederiksen
Never weather-beaten saile
Nick Drake, (Arr.) Joel Frederiksen
Horn: Reprise in F
Gregorianischer Choral, (Arr.) Joel Frederiksen
Requiem in F
Nick Drake, (Arr.) Joel Frederiksen
Voice from the mountain
Northern sky
Harvest breed
John Dowland
Come heavy sleep
Nick Drake, (Arr.) Joel Frederiksen
From the morning
Gregorianischer Choral, (Arr.) Joel Frederiksen
Requiem reprise
I saw it written and I saw it say
Pink moon is on its way …
Nach mehreren Jahren kehren Joel Frederiksen und sein Ensemble Phoenix Munich zum Festival zurück. Das Publikum von Lípa Musica begeisterten sie bereits mehrfach mit Renaissance-Repertoire und dramaturgischen Ausflügen in die zeitgenössische Musik. Nun kehrt der in München lebende, aus Amerika stammende Künstler mit dem Projekt „Requiem for a Pink Moon“ zurück, um auf Wunsch vieler Zuhörer im Jubiläumsjahr das eindrucksvolle Erlebnis des Eröffnungskonzerts 2017 in Erinnerung zu rufen. Er kehrt zurück, weil wir alle dies noch einmal erleben möchten.
„Das Programm, das Nick Drake gewidmet ist, führen wir nicht häufig auf, dennoch erhalten wir mehrmals im Jahr Einladungen von sensiblen und klugen künstlerischen Leitern großartiger Festivals. Danke, Martin, es ist wunderbar, wieder beim Festival Lípa Musica zu sein.“
Joel Frederiksen
„Requiem for a Pink Moon“ verbindet die Lieder des britischen Folk-Sänger und Songwriters Nick Drake mit elisabethanischer Renaissance-Musik und einer gregorianischen Messe. So entsteht ein zeitloser Dialog zwischen Musik des 16. und 20. Jahrhunderts. Nick Drake starb 1974 im Alter von nur 26 Jahren, bevor er zu einem britischen Dylan oder Donovan werden konnte. Dennoch hat er sich mit seinen melancholischen und weit ausgreifenden Melodien unauslöschlich in diese Welt eingeschrieben. Joel Frederiksen setzt Nick Drake ein musikalisches Denkmal. Er tröstet die Hinterbliebenen, alle, die seine Musik je gehört haben, ebenso wie jene, die sie erst noch entdecken werden.
„Fast alle Lieder sind von Frederiksen bearbeitet und auf seine eigene Stilistik arrangiert: empfindsamer Gesang der beiden Sänger solo und im Duett, zarte Gambe mit magischen Exkursen, voluminöse Theorbe mit viel Schwung und Spielwitz. Frederiksens schöner Bass verblüfft in den Tiefen, blüht im baritonalen Hauptfeld auf, ist bestens geeignet für die feinsinnige Interpretation. Der englisch-schlanke Tenor Kieran White überzeugt mit weichen Höhen, eleganter Stimmführung, viel Sangeslust und einer ebenfalls vorzüglichen Interpretation. Die Duette der Sänger sind Sternminuten der frühbarocken Sangeskunst.“
Rainer Wiese, Schwäbische Post
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