Der Tanz ist eine uralte Methode, Gott zu loben und gleichzeitig alle menschlichen Emotionen auszudrücken.

Glaube, Hoffnung und Liebe

Jaroslav Tůma
Adéla Srncová

Fr/3/10/19 Uhr

Großschönau, Evg.-Lutherische Kirche

1:20

Glaube, Hoffnung und Liebe

Fr/3/10/19 Uhr / Großschönau, Evg.-Lutherische Kirche

Jaroslav Tůma, Orgel
Adéla Srncová, Choreografie, Tanzimprovisation

Präludium
Johann Sebastian Bach (1685–1750): Duetto I, e-Moll, BWV 802

Gaude sorte tua (Horatius)
Jaroslav Tůma (1956): Improvisation

Diliges proximum tamquam se ipsum (Markus 12, 31)
Paul Hindemith (1895–1963): Sonata Nr. 2 (1937): II. Ruhig bewegt

Fides tua te salvam fecit (Matheus 9, 22)
Johann Sebastian Bach: Wir glauben all an einen Gott, BWV 680

Interludium
Johann Sebastian Bach: Duetto II, F-Dur, BWV 803

Rebus in adversis animum submittere noli – Spem retine! Spes una hominem nec morte relinquit (Cato Censorius)
Jaroslav Tůma: Improvisation

Ecce agnus Dei, qui tolit peccata mundi (Johannes 1, 29)
Klement Slavický (1910-1999): Ecce homo

Nec me mea cura fefellit (Vergilius)
Bohuslav Martinů (1890–1959)
Sonate für Cembalo (Arr. für Orgel J. Tůma): I. Poco allegro

Interludium
Johann Sebastian Bach: Duetto III, G-Dur, BWV 804

Verus amor nullum novit habere modum (Propertius)
Philip Glass (1937) / Mad Rush (1979)

Amor ut lacrima: oculis oritur, in pectus cadit (Publilius Syrus)
Jesus Guridi (1886–1961): Triptico del buen Pastor: III. El buen Pastor – Guter Hirt

Interludium
Johann Sebastian Bach: Duetto IV, a-Moll, BWV 805 

Felix qui quod amat, defendere fortiter audet (Ovidius)
Jaroslav Tůma: Improvisation

Omnia vincit amor et nos cedamus amori (Vergilius)
Johann Sebastian Bach: Fuge Es-Dur, BWV 552 b

Tanz und Orgel zur Ehre Gottes

Drei christliche Tugenden aus der Sicht von Sprichwörtern und Weisheitssprüchen

Orgelkonzerte sind etwas, was alle in Europa gemeinsam haben, über Jahrhunderte hinweg begleiteten sie Gottesdienste und geistliche Treffen. Ihr Klang ist in unseren Genen eingeprägt. Die Orgel steht für Spiritualität, und selbst Menschen, die nicht im christlichen Glauben leben, fühlen sich von der Orgel angezogen und zum Nachdenken über die Tugenden angeregt.

„Jedes Konzert, jede Aufführung ist anders, wir vermeiden konsequent jede Routine. Musik ist eine der größten Freuden des Lebens. Alles um uns herum verändert sich, doch die Töne und ihre Sprache sind eine Insel der Stabilität. Dabei kann die Tradition, die die Orgel als Instrument darstellt, wunderbar mit hochaktueller künstlerischer Schöpfung verschmelzen.“

Jaroslav Tůma

  • !MHF Lípa Musica: Jaroslav Tůma a Adéla Srncová

Die christlichen Tugenden wie Glaube, Hoffnung und Liebe sind das Thema des Konzerts. Es ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die durch Zitate aus der Bibel und der antiken Klassikern eingeleitet werden. Ihre Botschaften werden durch Werke großer Komponisten sowie durch die improvisatorische Kunst von Jaroslav Tůma entfaltet. Doch dieses Konzert widmet sich nicht nur der Orgelkunst, sondern vielleicht überraschend auch dem Tanz. Adéla Srncová erschafft mit der Musik von Jaroslav Tůma eine natürliche Symbiose. Beide suchen oft die künstlerische Aussage in der Einmaligkeit des Augenblicks und in der Improvisation. Sie versuchen, die Seele und den Geist auf ihre respektvolle, aber trotzdem innovative Art und Weise zu öffnen. Sie kommen mit der Idee, dass auch in der Kirche getanzt werden darf und dass auch Tanz ein Gebet und Lob Gottes sein kann.

„Ich glaube, dass der Tanz auch in Großschönau mit offenem Herzen aufgenommen wird. Wenn der Tanz eine reine Botschaft des Augenblicks bringt, kann er auch zum Gebet werden, das von allen Anwesenden wahrgenommen wird, so wie die Orgel im Kirchenraum resoniert. Möge der Tanz zum ihrem Herzen werden.“

Adéla Srncová

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